Förderantrag

1. Fördergrundsätze

Schwerpunkt des Teilprogramms Soziale Stadt bildet die Stabilisierung und Potenzial- entwicklung in Gebieten mit hohen sozialen Integrationsleistungen.

Quartiersfonds 1: Der Quartiersfonds 1 ist ein Bewohnerfonds, ehemals Aktionsfonds genannt. Er dient der Finanzierung von kurzfristigen und schnell sichtbaren Vorhaben im Quartier. Gefördert werden soziokulturelle Projekte bis zu 1.000 Euro. Die Projekte müssen den Zielsetzungen des Quartiers entsprechen und sollen insbesondere auf die Förderung der Bewohneraktivierung und -beteiligung ausgerichtet sein.

Quartiersfonds 2: Der Quartiersfonds 2 fördert ebenso soziokulturelle Vorhaben, jedoch in einem Rahmen zwischen 1.000 und 10.000 Euro. Er dient der Finanzierung von nachhaltig wirkenden Maßnahmen zur Umsetzung der Handlungskonzepte der Quartiere. Die Projekte müssen den Zielsetzungen der Förderrichtlinie entsprechen.

Quartiersfonds 3: Der Quartiersfonds 3 fördert neben soziokulturellen Projekten auch kleinteilige Bauvorhaben ab 10.000 Euro und dient der Finanzierung von nachhaltig wirkenden Maßnahmen zur Umsetzung der Handlungskonzepte der Quartiere. Die Projekte müssen den Zielsetzungen der Förderrichtlinie entsprechen.


2. Antragsberechtigte

Quartiersfonds 1-2: An der Durchführung von Förderprojekten interessierte Träger können sich an die Quartiersmanagements-Teams (Gebietsbeauftragte) wenden bzw. werden von den Bezirksämtern aufgefordert, sich an der Konzeptionierung oder Um- setzung von Förderprojekten zu beteiligen (aktuelle Ausschreibungen).
Träger von Projekten können u.a. Initiativen, Vereine, Genossenschaften, Bildungs- und Maßnahmeträger, Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden, örtliche Unternehmen, Wirtschaftsverbände, aber auch Einzelpersonen sein.
Bei nicht rechtsfähigen Gruppen bzw. Netzwerken muss eine der am Netzwerk mit- wirkenden Organisationen den Antrag auf Förderung stellen und somit die Verantwortung übernehmen.

Quartiersfonds 3: Antragsberechtigt für die Finanzierung von nachhaltig wirkenden Vorhaben zur Umsetzung der Handlungskonzepte der Quartiere sind alle natürlichen und juristischen Personen und auch die öffentlichen Institutionen, wie beispielsweise Bezirksämter.


3. Vorverfahren

Bevor Projektanträge bei der PSS (Quartiersfonds 3) bzw. den Quartiersmanagement- Teams (Quartiersfonds 1 und 2) eingereicht werden können, müssen die dahinter stehenden Projektideen bzw. -vorschläge von einem der in den Quartiers- managementgebieten eingerichteten Bewohner- und Akteursgremien befürwortet werden. Für den Quartiersfonds 1 (ehemals Aktionsfonds) ist die sogenannte Vergabejury, für die Quartiersfonds 2 und 3 sind die Quartiersräte bzw. -beiräte der jeweiligen Gebiete zuständig. Außerdem ist bei Projekten im Quartiersfonds 2 und 3 die Zustimmung der verwaltungsinternen Steuerungsrunde des Quartiersmanagements erforderlich. Über das Verfahren, wie Projekte eingebracht werden können, gibt das jeweilige Quartiers- management-Team Auskunft. Hier sind die Verfahrensgrundsätze Quartiersfonds 1, 2 und 3 zu beachten.

Grundsätzlich gilt: Die Quartiersfondsmittel sind zweckgebunden zur Realisierung gebietsstabilisierender und gebietsaufwertender Projekte zu verwenden. Die integrierten Handlungskonzepte des Quartiers sind zu berücksichtigen. Nähere Auskünfte erteilen die Quartiersmanagement-Beauftragten der einzelnen Gebiete.


4. Antragstellung

Quartiersfonds 1 und 2: Nach einem erfolgreichem Vorverfahren werden mögliche Maßnahmeträger vom jeweils zuständigen Quartiersmanagement-Team zur Antrag- stellung aufgefordert.

Quartiersfonds 3: Nach einem erfolgreichem Vorverfahren und ggf. nachdem ein sogenanntes „konkurrierendes Verfahren“ zur Findung und Auswahl eines geeigneten Projektträgers seitens des Quartiersmanagement-Teams erfolgt ist, wird der ausgewählte Projektträger durch das Quartiersmanagement-Team aufgefordert, einen Förderantrag über die PSS bei der jeweiligen Förderstelle (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin oder Bezirksamt) einzureichen.